Prostitution 2021 – Aktionsgemeinschaft Zukunft Rotlicht – News

Prostitution 2021 - Aktionsgemeinschaft Zukunft Rotlicht - News

Prostitution 2021 – Aktionsgemeinschaft Zukunft Rotlicht – News

Seit März 2020 betreibe ich in Kooperation mit meinem Geschäftspartner und Freund Christoph Rohr die „Zukunft-Rotlicht-Gruppen“ in Facebook und bei Zoom. Es gab bereits über 50 Live-Konferenzen, die Aktion „Leni Breymaier“ wurde bei uns koordiniert und wir haben den stetigen Anspruch den Austausch zwischen Verbänden, Sexworkerinnen, Betreiberinnen und Betreibern zu fördern und im Ergebnis auch Ziele zu erreichen. Durch die Corona-Situation fallen die bekannten und beliebten „Zukunft-Rotlicht-Kongresse“ als Präsenzveranstaltungen momentan aus. Solang dies so ist, sind die Gruppen und ihre Veranstaltungen die zentrale Plattform unserer Arbeit. Wenn es wieder geht, legen wir auch offline wieder los!

Kooperationen und Aktionsgemeinschaften

Mit dem BSD e.V. pflegen wir engste Kontakte und auch mit dem BesD e.V. sind wir über einige bekannte Aktivistinnen verbunden. Die in Facebook entstandenen Gruppen haben auf der Betreiber-Seite über 560 Mitglieder, im offenen Bereich sind über 1.700 Mitglieder in der Gruppe informativ organisiert! Auch wenn es durchaus, wie überall, „Karteileichen“ gibt, sind die „Zukunft Rotlicht“- Gruppen in Facebook ein breites Bündnis und auch die größten Gruppen ihrer Art für die Branche.

Bei der letzten Aktion „Leni Breymaier“ haben sich über 50 Betriebe zu einer Aktionsgemeinschaft zusammengefunden und dieser Gedanke soll sich nun in der nahen Zukunft weiter entwickeln. Die Aktionsgemeinschaft ist dabei ausdrücklich kein weiterer „Verband“, sondern ein Zusammenschluss von „Gleichgesinnten“, die gemeinsame Ziele verfolgen, dabei aber keinen dogmatischen Charakter entwickeln sollen. Freie Rede und freie Meinung sind dabei wichtig, solange man den anderen Höflichkeit und Respekt erweist und sich an die Regeln des „Miteinanders“ hält.

Gemeinsam mit den schon genannten Verbänden der Sexarbeit wollen wir weiter nachhaltig kooperieren, gemeinsame und individuelle Ziele erreichen und an der Bildung einer gemeinsamen Lobby arbeiten. Dass Interessen sehr verschieden sein können, haben wir jüngst beim „Karlsruhe Papier“ erlebt und eine Wiederholung wollen wir dringend vermeiden.

Kampf gegen Selbstgefälligkeit und grenzenlosen Egoismus

Wir als Gruppenbetreiber distanzieren uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich von den Bestrebungen einzelner bekannter Akteure, die in der „Corona-Zeit“ eigenwillige „Aktionen“ initiiert haben und gerade auf bestem Weg sind, der Branche und ihrer Außenwirkung nachhaltig zu schaden! Wer einen Verband und dessen Vorstand aus nicht nachvollziehbaren „Eigeninteressen“ verklagt, ist in unserer Mitte nicht mehr willkommen und muss zukünftig mit „Isolation“ und entschiedener Missachtung rechnen! Solidarität gilt nämlich in beiden Richtungen und „Selbstdarsteller“ sollten ihr Ego in der gegenwärtigen Situation einmal in die Garderobe hängen. Das „Rotlicht“ hat seine eigenen Regeln und „Unsportlichkeit“ hat in dieser speziellen Welt keinen Platz!

Aktuelle Ziele und Aufgaben

1. Gruppen und Zoom-Konferenzen

Zentraler Punkt unserer Kooperation wird nach wie vor der Betrieb der Gruppen und der wöchentliche persönliche Austausch in der Zoom-Konferenz sein. Freitags treffen sich seit einem Jahr regelmäßig zwischen 25 und 40 „Stamm-Chatter“ zum Austausch. Natürlich ist die Gruppengröße zum direkten Austausch schon sehr groß, aber bislang schaffen wir es noch und viele Konferenzen enden im privaten Bereich erst spät in der Nacht. Sollten die „Runden“ noch größer werden, werden wir die Plattform erweitern und entsprechende zusätzliche „Interessensräume“ schaffen, was bei Zoom mit den Profi-Tools problemlos möglich ist.

2. Politische Arbeit und diesbezügliche Statements

Bezogen auf die gegenwärtigen und zukünftigen „Öffnungsbestrebungen“ sollen politische Ziele formuliert und kommuniziert werden! Dabei soll die Interessengemeinschaft in Kooperation mit den befreundeten Verbänden eigene und gemeinsame Papiere verfassen, die regional und überregional kommuniziert werden! Dazu gehört auch die Kontaktaufnahme Ministerien, Behörden und den Medien. Aktuell ist die „Aktion Bouffier“ in Planung und auch in meiner Heimat NRW ist es bald an der Zeit Akzente zu setzen, um den Verantwortlichen Impulse zu geben. Die Inhalte der Maßnahmen werden wir „freitags“ gemeinsam abstimmen, wobei natürlich das demokratische „Mehrheits-Prinzip“ gelten wird!

3. Themenbezogene „Sonder-Seminare“

Die Themen „Baurecht“, „Ordnungsrecht“ und „Steuerrecht“ sind stark nachgefragt und inhaltlich sehr komplex. Man hört dies, man hört das, man kann aber als „Laie“ viele Denkansätze nicht nachvollziehen. Zudem gibt es unglaublich viele Einzel- und Sonderfälle, die mit regionalen Gegebenheiten oder unterschiedlicher Rechtsprechung in den 16 Bundesländern zu tun haben.

Allerdings ist Rechtsberatung im Internet ein schwieriges Feld, da diese zugelassenen Rechtsanwälten und Steuerberatern vorbehalten ist. Als Berater können wir zwar Fälle allgemein schildern und Erfahrungswerte kommunizieren, explizite Beratung in „Zoom-Chats“ ist allerdings sehr grenzwertig. Der Gedanke ist daher für Sonderseminare Dozenten einzuladen, die zur Rechtsberatung befugt sind. Mindestens einmal im Monat soll eine solche Sonderveranstaltung stattfinden, wobei die Themen natürlich vorab zur Diskussion gestellt werden.

4. Der ergänzende „Dienstleistungs-Pool“

Wir haben in unseren Gruppen Mitglieder mit den verschiedensten Talenten, z.B. einen Betreiber der zusätzlich als Versicherungsmakler tätig ist und hier für das Rotlicht hilfreich tätig werden kann, es gibt ein Gruppenmitglied, dass Corona-Schnelltest und diverse Hygieneartikel zu guten Preisen besorgen kann, es gibt Vermittler für Rotlicht-Immobilien, mit der von Christoph Rohr gegründeten Zustellanschrift.de gibt es eine umfangreiche Lösung für Sexworker(innen) und selbst die Themen „Rotlicht-Banking“ und „Digitale Abrechnung von Sexdienstleistungen“ können kompetent bedient werden. Rechtsanwälte und spezialisierte Steuerberater sind ebenfalls Mitglieder der Netzwerks und wir ahnen jetzt noch gar nicht, welche Synergien noch entstehen können! Arbeiten wir daran!

Kostenpflicht für Gruppe und Zoom? – Unter Corona nach dem „Freiwilligkeits-Prinzip“

Schon bei der „Breymaier-Aktion“ zeigte sich, dass es momentan nicht allen Mitgliedern der Gruppe unter Corona möglich ist, Kostenbeiträge zu Aktionen zu leisten! Hilfen kamen nicht, die persönlichen Rücklagen sind erschöpft! Kann passieren! Andererseits gab es eine ganze Reihe von „Gebern“, die durch großzügige „Gaben“ für andere quasi mit bezahlten und damit meinen Aufwand ein Stück weit finanzierten.

Die Nachfrage nach „Unternehmensberatung“ ist zwar in der Krise recht groß, aber wenn Gelder fehlen, fragt man nicht nach und vertraut dem Schicksal. Die Anzahl der gegenwärtigen Mandate ist daher im Vergleich zu den Vorjahren eher überschaubar, aber dennoch nicht hoffnungslos!

Die im Herbst zunächst angedachte generelle „Gebührenpflicht“ für die Interessengemeinschaft Zukunft Rotlicht soll jetzt ab 15. Februar 2021 soll jetzt in einem „Freiwilligkeits-Prinzip“ aufgehen, bei dem man, wenn man denn kann, einen Kostenbeitrag leistet.

Angedacht ist dabei für 2021 ein freiwilliger Monatsbeitrag von 20 Euro, über den man natürlich eine ordnungsgemäße Rechnung bekommen kann. Wenn man nur 10 Euro erübrigen kann, ist niemand böse und wer besonders gut aufgestellt ist, kann auch gerne mehr geben. In schwierigen Zeiten ist Solidarität mehr denn je gefragt und wir alle müssen sehen, wo wir bleiben.

Zahlungen sind dabei jederzeit über mein persönliches Bankkonto Marcus Heinbach – Postbank – DE 46 1001 0010 0487 5641 13 möglich. Alternativ kann auch der gerne der Online-Zahlungsdienst von Paypal verwendet werden: https://www.paypal.com/paypalme/howardchance

Wir hören uns, wir lesen uns! – Wir sind und wir bleiben am Ball!

Ihr / Euer Howard Chance

howard.chance@t-online.de

https://zukunft-rotlicht.online