Newsletter – MH-Consulting – Howard Chance – 28.10.2022

Aktive Behörden – Stern TV und John Heer – Lagebild Corona und sonstiges

Einen schönen guten Tag aus Düsseldorf!

Bei spätsommerlichen Temperaturen gehen wir auf Halloween und das Monatsende zu und erfreuen uns, dass wir die Heizung noch nicht auf Hochtouren laufen lassen müssen. Immerhin!

Halt! Wer da? – Intensive Behörden-Aktionen in NRW und RP

Die ablaufende Woche war bei mir durch vielfältige behördliche Kontrollen bei Kunden geprägt: in mehreren Orten in NRW, aber auch in Rheinland-Pfalz gab es ordnungspolizeiliche Maßnahmen diverser Art. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass man sich von behördlicher Seite inzwischen wieder mehr für das Thema Prostitution interessiert und das die Vorgehensweise mitunter „ruppiger“ wird. Vorhandene Polizeigesetze werden ausgereizt, neben Polizei und Ordnungsämtern sind auch Zoll und Steuerfahndung integriert.

Dabei wird sowohl die illegale Prostitution angegangen, aber auch die konzessionierten Betriebe berichten von befremdlichen „Besuchen“. Einige ahnungslose Ordnungsämter interpretieren das ProstSchG nach eigenem Gusto und weichen vom Gesetz meilenweit ab; der ein oder andere Polizist schießt in Rambo-Manier über seine Befugnisse hinaus und versteht „law and order“ anders, als es der Bürger in Uniform eigentlich tun sollte. Der behördliche „Corona-Schlaf“ scheint beendet und da gibt es in der Beratung und bei den Branchen-Anwälten wieder viel zu tun!

Prostitution verbieten? – Stern TV brüskiert John Heer

Die Sexkaufgegner(innen) blasen im übertragenen Sinn weiter zum Kampf und finden in diversen Medien-Redaktionen inzwischen eifrige Steigbügelhalter, die ihre journalistische Recherchepflicht stark vernachlässigen, um einem Sexkaufverbot den Boden zu bereiten. Ein sehr unschönes Beispiel war die Stern-TV-Live-Sendung vom vergangenen Sonntag, wo unser Stuttgarter Kollege John Heer in übler Manier vorgeführt wurde.

Nach dem Motto „5 gegen John“ musste sich der engagierte Betreiber böswillige Unterstellungen anhören, wurde als Ausbeuter bezeichnet und gefragt, ob er nun Vermieter oder Zuhälter oder aber beides sei. Nach einem erkennbaren Drehbuch wurde er unterbrochen, seine Statements wurden abgewürgt und man musste staunen, wie ruhig er die Anfeindungen ertrug.

Mit sachlicher Diskussion hatte all dies wenig zu tun und die Sendung verfestigte mal wieder allgemeine Klischees, deren Fakten wenig belastbar erscheinen! – Mein ausführlicher Kommentar zum Stern TV-Case findet sich unterfolgendem Link: https://www.zukunft-rotlicht.online/2022/10/25/prostitution-verbieten-uebles-spiel-zu-lasten-von-john-heer/

Die Branche muss sich dringend überlegen, wie man der Gegenseite Paroli bietet, ohne dabei ständig in die Rechtfertigungsrolle gedrängt zu werden. Momentan geht es nach der Devise „wer sich verteidigt, klagt sich an“ und die Plus-Punkte gehen an die vermeintlichen „Gutmenschen“, die beständig mit Not und Elend argumentieren und die Zwangsprostitution und Menschenhandel als „den Normalfall“ bezeichnen. Negativ-Kampagnen liegen im Trend und die Kombination aus „sex and crime“ verspricht mehr Zuschauerzahlen als der Bericht über saubere uns selbstbestimmte Sexarbeit.

MH-Consulting – Veränderungen zum Monatswechsel

Ich erwarte in der kommenden Woche die Auslieferung der ersten 100 Subskriptions-Drucke meines neuen Buches und bin parallel dazu mit diversen Kundenprojekten befasst. Meinen Branchen-Informationsdienst „Zukunft Rotlicht Online“ werde ich aufrechterhalten, gleichzeitig aber auch neue Wege außerhalb der Branche gehen. Durch diverse persönliche Veränderungen ist es an der Zeit mich breiter aufzustellen. Der Zusammenhalt der Branche hat nach Corona wie erwartet stark abgenommen und ebenso die Unterstützung angedachter Aktionen. Vermutlich landen wir wieder im „Eigenbrödeln“ und im angewandten „Separatismus“? So zumindest meine persönliche Prognose …

Coronalage in Deutschland – Hygienekonzepte etc.

Nach einigen „steilen Coronawochen“, die in Medien aber kaum erwähnt wurden, entspannt sich die Lage bundesweit wieder und die Bundesländer sehen größtenteils keine Veranlassung Verordnungen wie die Maskenpflicht in Innenräumen zu erlassen. Möge es bitte so bleiben!

Mein präventiv erstelltes betriebliches Hygienekonzept, dass der Verordnung des Bundesarbeitsministeriums folgte und wo ich für Bestandskunden personalisierte Vorlagen erstellte, löste bei nur unter 10% der Empfänger einen Dank aus und bei der erbetenen kleinen Kostenbeteiligung wurde es dann nochmal dünner. So ist die Branche, so ist das Leben. In Konsequenz werde ich zukünftig nur noch die Kunden ansprechen, die meinen Einsatz zu schätzen wissen.

https://www.zukunft-rotlicht.online/2022/10/13/achtung-corona-regeln-neue-arbeitsschutzverordnung-seit-1-oktober/

Abschließend wünsche ich allen ein schönes letztes (?) Altweibersommer-Wochenende und sende

herzliche Grüße von Haus zu Haus

„Möge der Kürbis mit Euch sein!“

Ihr / Euer Howard Chance

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